Schweiz 2026 zwischen Sport und Diplomatie

Ein Jahr bedeutender nationaler und internationaler Ereignisse mit Olympischen Spielen, Weltklasse-Sportwettbewerben und strategischen diplomatischen Engagements.

Beat Feuz at the start house of the Lauberhorn downhill 2019 in Wengen, Bern, Switzerland Image by Verein Internationale Lauberhornrennen Wengen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Beat Feuz at the start house of the Lauberhorn downhill 2019 in Wengen, Bern, Switzerland Image by Verein Internationale Lauberhornrennen Wengen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

2026 verspricht ein herausragendes Jahr für die Schweiz zu werden, das eine einzigartige Kombination aus international bedeutenden Sportveranstaltungen sowie wichtigen politischen und diplomatischen Terminen bietet. Von den Olympischen Winterspielen und Paralympics in Italien über das World Economic Forum in Davos bis hin zu ikonischen Wettbewerben wie dem Lauberhorn, der Tour de France Femmes und der Weltklasse Zürich bestätigt das Land seine Fähigkeit, Veranstaltungen von globaler Tragweite zu organisieren. Gleichzeitig stärkt die Schweiz ihre Rolle als internationaler Vermittler und Plattform für multilateralen Dialog und zeigt, wie Föderalismus, Neutralität und direkte Demokratie mit einem aktiven Engagement auf der Weltbühne einhergehen können.

Sportveranstaltungen und Olympische Spiele

Olympische Winterspiele Mailand-Cortina 2026 (6.–22. Februar 2026) und Paralympics (6.–15. März 2026): Die Schweiz wird offiziell mit der House of Switzerland Italia 2026 vertreten sein, die vom 4. Februar bis 15. März an drei Hauptstandorten (Mailand im Centro Svizzero, Cortina d’Ampezzo und Bormio) geöffnet ist. Dieses Zentrum wird Schweizer Gastfreundschaft, Innovation, Nachhaltigkeit und alpine Kultur fördern, mit Veranstaltungen, Live-Übertragungen der Wettbewerbe, Feierlichkeiten für Schweizer Athletinnen und Athleten, kulinarischen Erlebnissen sowie Networking für Sponsoren, Medien und internationales Publikum. Obwohl die Wettkämpfe in Italien stattfinden, wird die Schweiz begleitende Aktivitäten auf ihrem eigenen Gebiet organisieren, wie Trainings, Zusammenkünfte und Testwettkämpfe in Skigebieten nahe der Grenze (Wallis, Graubünden, Tessin), sowie Präsentationsveranstaltungen in Zürich, Lausanne und Bern, um Fans einzubeziehen und eine Brücke zwischen beiden Ländern zu schlagen.

Lauberhorn-Rennen (FIS Ski-Weltcup) in Wengen (16.–18. Januar 2026): Eine der legendärsten Abfahrten der Welt mit der längsten und gefährlichsten Strecke des Rennkalenders. Sie zieht Top-Skifahrer und tausende Zuschauer an und ist ein Klassiker im Schweizer Alpenkalender.

IIHF Eishockey-Weltmeisterschaften 2026 (15.–31. Mai 2026): Die Schweiz wird die Veranstaltung in Zürich (Swiss Life Arena) und Freiburg (BCF Arena) ausrichten, mit den 16 besten Nationalmannschaften der Welt. Dies wird eine große Attraktion für die Nationalsportart schlechthin sein, tausende Fans, internationale Medien und einen erheblichen touristischen Aufschwung in beiden Städten anziehen.

Tour de France Femmes avec Zwift 2026 (1.–9. August 2026): Zum ersten Mal startet das Frauenradrennen in der Schweiz mit dem Grand Départ in Lausanne (1. August, Etappe 1: Lausanne → Lausanne, 137 km, mit kurzen Anstiegen und Ziel bergauf). Die ersten Etappen führen durch Schweizer Regionen (einschließlich Aigle und Genf), bevor sie nach Frankreich zu einem ikonischen Finale (mit Mont Ventoux und Ziel in Nizza) übergehen. Das Event umfasst 9 Etappen über insgesamt 1.175 km und mehr als 18.000 Höhenmeter und zieht professionelle Frauenteams aus aller Welt an, mit großer Medienpräsenz und begeistertem Publikum.

Tour de Suisse 2026 (17.–21. Juni 2026): Die 89. Ausgabe des Schweizer Radrennens (UCI WorldTour) wird ein innovatives neues 5-Tage-Format einführen, mit zwei Etappen pro Tag (eine männlich, eine weiblich), die am gleichen Ort starten und enden, für insgesamt 10 Etappen. Das Konzept „Peaks of Emotions“ garantiert ein einzigartiges Publikumserlebnis mit täglichem Regionalwechsel, mehr Interaktion und Förderung des Frauenradsports. Unter den bereits angekündigten Teilnehmern sind Tadej Pogačar und Marlen Reusser. Die detaillierte Streckenführung (Regionen, Höhenprofile) wird im Frühling 2026 bekannt gegeben, bleibt aber ein entscheidender Test vor der Tour de France und zieht internationale Teams, Fans und Medien an.

Die Weltklasse Zürich (27. August 2026) im Letzigrund-Stadion in Zürich ist die europäische Finaletappe der Wanda Diamond League, eines der prestigeträchtigsten Leichtathletik-Meetings der Welt nach Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Seit 1928 versammelt es die besten Athleten weltweit in Sprint, Hürden, Mittelstrecke, Sprung- und Wurfdisziplinen; die Wettkämpfe vergeben entscheidende Punkte für die Gesamtwertung und küren oft die Saisonsieger der Diamond League. Die Veranstaltung zieht tausende Zuschauer, internationale TV-Berichterstattung und einen starken Zustrom von Sporttouristen an, festigt Zürich als Weltmetropole der Leichtathletik und fördert Sichtbarkeit und Schweizer Tradition.

 

The venue of the World Economic Forum Annual Meeting in Davos-Klosters, Switzerland Image by Foundations World Economic Forum, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
The venue of the World Economic Forum Annual Meeting in Davos-Klosters, Switzerland Image by Foundations World Economic Forum, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Internationale Veranstaltungen und Außenpolitik

Das World Economic Forum (WEF) Annual Meeting 2026, die 56. Ausgabe, findet vom 19. bis 23. Januar 2026 in Davos-Klosters unter dem Motto „A Spirit of Dialogue“ statt. Die Veranstaltung bringt über 2.500 weltweite Führungspersönlichkeiten aus Regierungen, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur zusammen, um zukunftsorientierte Diskussionen über dringende globale Herausforderungen zu führen.

Zu den wichtigsten bestätigten VIP-Gästen und Staats- bzw. Regierungschefs gehören: Donald Trump (Präsident der USA), Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission), Friedrich Merz (Bundeskanzler Deutschland), Guy Parmelin (Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft 2026), Volodymyr Zelenskyy (Präsident der Ukraine), Javier Milei (Präsident Argentinien), Prabowo Subianto (Präsident Indonesien), Pedro Sánchez (Ministerpräsident Spanien), sowie Führungspersönlichkeiten wie Mark Carney (Premier Kanada), He Lifeng (Vizepremier China), António Guterres (Generalsekretär der UNO), Kristalina Georgieva (IWF), Ajay Banga (Weltbank) und Hunderte von CEOs großer multinationaler Unternehmen.

Das Programm konzentriert sich auf fünf zentrale Herausforderungen, die kollaborative Lösungen erfordern:

  • Zusammenarbeit in einer zunehmend umkämpften Welt (Geopolitik, globale Sicherheit, unter Druck stehende Allianzen);

  • Erschließung neuer Quellen für wirtschaftliches Wachstum;

  • Investition in Menschen (Arbeit, Fähigkeiten, Wohlbefinden im Zeitalter der Transformation);

  • Verbreitung von Innovationen in großem Maßstab und verantwortungsvoll (Künstliche Intelligenz, Spitzentechnologien);

  • Aufbau von Wohlstand innerhalb planetarer Grenzen (Umweltverträglichkeit, Klimaanpassung, Energie und Ressourcen).

Die House of Switzerland, das offizielle Hub der Schweizer Diplomatie, das vom 20. bis 22. Januar geöffnet ist, wird Veranstaltungen, bilaterale Treffen und Briefings zu strategischen Themen wie Cybersicherheit, Pharmakette, Ausbildung für KI und kulturellem Austausch ausrichten. Die Initiative stärkt das Image der Schweiz als neutrales Land, Förderer des Dialogs und Brücke für multilaterale Lösungen und bietet Bern eine strategische Gelegenheit, seine Rolle als internationaler Vermittler in einer Ära der globalen Fragmentierung zu festigen.

Auf der Ebene der multilateralen Diplomatie ist 2026 ein Jahr von besonderer Bedeutung dank der Schweizer OSZE-Präsidentschaft (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), der dritten in der Schweizer Geschichte nach 1996 und 2014. Unter der Leitung von Bundesrat Ignazio Cassis als Chairman-in-Office organisiert die Schweiz hochkarätige Veranstaltungen, darunter:

  • Die Konferenz „Anticipating technologies – for a safe and humane future“ in Genf (7.–8. Mai 2026), gewidmet Künstlicher Intelligenz, Quantencomputing und Konfliktprävention durch Science-Diplomacy;

  • Das Treffen „From Geneva to Helsinki: founding process and core purpose of the OSCE“ in Bern (3.–4. September 2026).

Diese Termine, zusammen mit dem OSZE-Ministerrats-Treffen am Jahresende, unterstreichen das Engagement der Schweiz für Frieden, Sicherheit und Vertrauen in Europa in einem geopolitisch besonders angespannten Umfeld.

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Zusammenfassend bestätigt das Jahr 2026 die Schweiz als ein Land, das sportliche Exzellenz mit diplomatischer Führungsstärke verbinden kann. Von großen Sportveranstaltungen, die Publikum und Medien aus aller Welt anziehen, bis hin zu ihrer Rolle als neutrale Plattform für internationalen Dialog, zeigt die Eidgenossenschaft, wie Föderalismus, Neutralität und direkte Demokratie zu Instrumenten globalen Prestiges werden können. Zwischen legendären Skipisten, Velodromen und hochrangigen diplomatischen Treffen behauptet sich die Schweiz in einem Jahr, in dem Sport, Kultur und Politik ineinandergreifen, und stärkt so die nationale Identität sowie ihren Ruf auf der internationalen Bühne.

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