Mamma

Mamma.
Quando ti chiamavo, il tuo nome mi tornava indietro intero.
Era musica, sì. Ma era soprattutto casa. Usciva dalla bocca e, prima ancora che tu rispondessi, io ero già al sicuro.

Oggi vorrei chiamarti ancora. Solo per sentire come mi viene la voce quando dico Mamma.
Anche se so che non risponderai. Anche solo per quell’attimo di attesa che mi faceva bambino.

Mi manca il tuo sorriso quando rientravo tardi.
Mi mancano le tue mani nei miei capelli. Non per pettinarmi. Per contarmi. Per dirmi: ci sei tutto.
Mi manca il tuo buonanotte detto con la porta già mezza chiusa, perché tanto lo sapevi che non dormivo.

Per tutti eri Signora. Per me eri solo Mamma.
Eri quella che la domenica mattina faceva il caffè piano per non svegliare nessuno, e poi si sedeva a guardarmi dormire con la tazza in mano.
Eri quella che mi cuciva il bottone alle cinque del mattino perché alle sei avevo il treno.
Eri quella che litigava con me e, dopo cinque minuti, mi chiedeva se avevo fame.

Oggi è la tua festa, Mamma. E io non ho fiori da portarti al cimitero.
Ho solo parole. E la colpa di tutte le volte che non te l’ho detto quando eri qui.

Sei stata la migliore mamma del mondo. Non perché eri perfetta. Perché eri mia.
Grazie per avermi sostenuto anche quando avevo torto. Grazie per avermi amato senza farmi la lista dei miei sbagli.
Grazie per avermi insegnato che l’amore non si merita. Si dà.

Vorrei riprendere un discorso interrotto a metà cucina, tra il sugo e i piatti.
Avrei mille cose da dirti. Che adesso lo so, che avevi ragione su tutto.
Che quando dicevi vedrai, io non vedevo. E ora vedo solo te.

Ora posso solo scrivertele. E sperare che, da qualche parte, tu le legga.
Tutto quello che ho capito adesso che non ci sei più è questo: eri tu il centro.
Se cadevo, cadevo verso di te. Se ridevo, ridevo per te.

Mi mancano i tuoi baci, Mamma. Quelli sulla fronte quando avevo la febbre. Quelli veloci prima di uscire.
Ti aspetto nei sogni per rivederti. Per sentire ancora la tua mano che mi sposta i capelli dalla faccia e mi dice: che bel figlio che c’ho.

Ti abbraccio forte, Mamma.

Auguri a te.
E auguri a tutte le mamme che non ci sono più, ma che la notte ci rimettono a posto le coperte anche se non le vediamo.

Zaira Sellerio

Mutter

Mutter
Wenn ich dich gerufen habe, kam dein Name ganz zu mir zurück.
Er war Musik, ja. Aber vor allem war er Zuhause. Er kam aus meinem Mund, und noch bevor du geantwortet hast, war ich schon sicher.

Heute würde ich dich gern noch einmal rufen. Nur um zu hören, wie sich meine Stimme anhört, wenn ich Mutter sage.
Auch wenn ich weiß, dass du nicht antworten wirst. Selbst nur für diesen Moment des Wartens, der mich wieder zum Kind gemacht hat.

Ich vermisse dein Lächeln, wenn ich spät nach Hause kam.
Ich vermisse deine Hände in meinen Haaren. Nicht um sie zu kämmen. Um mich zu zählen. Um mir zu sagen: du bist ganz da.
Ich vermisse dein Gute-Nacht, das du schon mit halb geschlossener Tür gesagt hast, weil du wusstest, dass ich sowieso nicht schlief.

Für alle anderen warst du „Frau“. Für mich warst du einfach Mutter.
Du warst diejenige, die am Sonntagmorgen den Kaffee langsam gemacht hat, um niemanden zu wecken, und dann mit der Tasse in der Hand zusah, wie ich schlief.
Du warst diejenige, die mir um fünf Uhr morgens einen Knopf annähte, weil ich um sechs den Zug nehmen musste.
Du warst diejenige, die mit mir stritt und mich nach fünf Minuten fragte, ob ich Hunger habe.

Heute ist dein Tag, Mutter. Und ich habe keine Blumen, die ich dir zum Friedhof bringen kann.
Ich habe nur Worte. Und die Schuld all der Male, in denen ich es dir nicht gesagt habe, als du noch hier warst.

Du warst die beste Mutter der Welt. Nicht weil du perfekt warst. Sondern weil du meine warst.
Danke, dass du mich unterstützt hast, auch wenn ich im Unrecht war. Danke, dass du mich geliebt hast, ohne mir meine Fehler vorzuhalten.
Danke, dass du mir beigebracht hast, dass Liebe nicht verdient werden muss. Sie wird gegeben.

Ich würde gern ein Gespräch wieder aufnehmen, das in der Küche zwischen Sauce und Geschirr unterbrochen wurde.
Ich hätte tausend Dinge zu sagen. Dass ich jetzt weiß, dass du in allem recht hattest.
Dass ich, wenn du sagtest „du wirst sehen“, nicht sehen konnte. Und jetzt sehe ich nur dich.

Jetzt kann ich dir nur noch schreiben. Und hoffen, dass du sie irgendwo liest.
Alles, was ich jetzt verstanden habe, da du nicht mehr hier bist, ist das: du warst das Zentrum.
Wenn ich fiel, fiel ich zu dir hin. Wenn ich lachte, lachte ich für dich.

Ich vermisse deine Küsse, Mutter. Die auf die Stirn, wenn ich Fieber hatte. Die schnellen vor dem Gehen.
Ich warte in meinen Träumen auf dich, um dich wiederzusehen. Um deine Hand zu spüren, die mir die Haare aus dem Gesicht streicht und sagt: was für einen schönen Sohn ich habe.

Ich umarme dich fest, Mutter.

Alles Gute dir.
Und alles Gute allen Müttern, die nicht mehr da sind, aber die uns nachts die Decken wieder zurechtrücken, auch wenn wir sie nicht sehen.

 

Mamma Image by IA
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Rezension

Dieser Text, geschrieben von Zaira Sellerio, ist ein Brief mit der Kraft eines Geständnisses und der Zartheit einer lange zurückgehaltenen Liebkosung. Er ist dem Muttertag gewidmet und spricht nicht einfach über eine Mutter: Er spricht von Abwesenheit, die zu Gegenwart wird, von einer Stille, die weiter spricht, von einer Erinnerung, die im Alltag weiteratmet.

Die Sprache bewegt sich natürlich zwischen Erinnerung und Nostalgie, ohne je gezwungen zu wirken. Jeder Satz scheint aus etwas tatsächlich Erlebtem zu entstehen, als wäre er in der Zeit stehen geblieben und hätte darauf gewartet, endlich ausgesprochen zu werden. Das Ergebnis ist ein kohärenter und ehrlicher emotionaler Fluss, der auf rhetorische Kunstgriffe verzichtet und stattdessen auf die Einfachheit von Bildern setzt: morgendlicher Kaffee, Hände im Haar, ein im Morgengrauen angenähter Knopf, das „du bist ganz da“, das schwerer wiegt als jedes Wort.

Im Zentrum des Textes steht genau das: die Verwandlung des Alltags in eine absolute emotionale Erinnerung. Es gibt keine außergewöhnlichen Ereignisse, und gerade deshalb wird alles universell. Der Leser sieht nicht nur eine bestimmte Mutter, sondern erkennt die eigene Bindung, die eigenen Verluste, die unausgesprochenen Worte.

Beeindruckend ist auch die implizite Entwicklung der Erzählerin bzw. des Erzählers: Erkenntnis kommt spät, wie so oft, und nimmt die Form eines unmöglichen, aber notwendigen Dialogs an. Es ist nicht nur Schmerz: Es ist Verstehen, rückblickende Dankbarkeit, die Klarheit eines Menschen, der endlich „sieht“, was zuvor nicht erkennbar war.

Der Schluss, dem Muttertag und allen abwesenden Müttern gewidmet, weitet den Text vom Persönlichen ins Kollektive, ohne an Intensität zu verlieren. Im Gegenteil: Er verstärkt sie, macht ihn teilbar, menschlich und tief berührend.

Es ist eine Schrift, die nicht beeindrucken will, sondern erinnern. Und genau deshalb trifft sie mit voller Kraft.

Das Buch ‚Il coraggio è femmina‘ von Zaira Sellerio ist jetzt auf Italienisch bei Amazon erhältlich!

 

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